BP zahlt Milliarden - das ist jawohl das Mindeste
17. Juni 2010 von marlon
Schon erstaunlich wie viel Zeit und öffentlichen Druck es gebraucht hat, bis sich die Herren von BP zu Ihren fatalen Fehlern bekennen und Zusagen über hohe Entschädigungen machen. Selbst im Angesicht der größten Umweltkatastrophe der letzten Jahre und Millionen toter Tiere sowie hundert Tausende vernichteter Existenzen brauchte es massiven Druck von Aussen, bis sich etwas bewegt. Was geht nur in diesen Managern von heute vor, die sich nicht mal in einer solchen Situation vorne hinstellen und sich bekennen?
Was aus meiner SIcht weiterhin fehlt sind persönliche Konsequenzen für die Verantwortlichen in den Aufsichtsbehörden und deren Aufsicht, deren Verstrickungen mit der Ölindustrie lange bekannt waren. Eingeschlossen Expräsident Bush, dem eindeutig eine zentrale Rolle für das Aufsichtssystem für Ölförderungen in den USA zukommt. Hier wird in der Berichterstattung viel zu sehr auf sein Versagen als Krisenmanager bei Katrina eingegangen, viel zentraler ist sein aktives Behindern einer soliden, unabhängigen Aufsicht für die Öl-Milliardenkonzerne.
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