Mittels der Wärmebildkamera bei der Thermografie Schwachstellen in der Wärmedämmung auf die Spur kommen
22. März 2010 von hempstar
Um zu verstehen wie die Aufnahme mit einer Wärmebildkamera konkret funktioniert, muss man verstehen, wie das Prinzip der Thermografie aufgebaut ist. Dazu ist wichtig zu wissen, dass jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des Nullpunktes eine Wärmestrahlung aussendet.
Diese Wärmestrahlung entspricht dabei dem Spektrum der ausgesandten Strahlung eines schwarzen Strahles. Mit weiter ansteigender Temperatur verschiebt sich das ausgesandte Spektrum zu kürzeren Wellenlängen. Diese werden mittels der Wärmebildkamera bei der Thermografie verschiedenfarbig dargestellt.
Die Wärmedämmung soll ja verhindern, dass die Wärmeenergie von den Räumen in die Umwelt entweicht.
Dabei ist die Art der Wärmedämmung von Gebäuden durch die örtliche Bauweise vorgegeben und kann durch Einsatz von speziellen Dämmstoffen weiter verstärkt werden. Dabei ist ein Sonderfall das sog. Passivhaus. Diese sollten durch eine optimale Dämmung dazu kommen ohne Heizung ( wie z.b. Ofen und Herd ) auszukommen, weil dieses System die entstehende Abwärme der Nutzer zur Schaffung einer ausreichenden Temperatur im Inneren vollkommen ausreicht.
Dabei gibt es 2 Werte die direkt die Eigenschaften von Baustoffen kennzeichnet.
- die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes (auch als λ-Wert bezeichnet ) ist eine spezifische Eigenschaft des jeweiligen Bausstoffes und wird in Einheit W/(mK) angegeben
- der sog. Wärmedurchgangskoeffizient ( auch als U-Wert bekannt ) charakterisiert hierbei nicht das Material konkret, sondern ein Bauelement zb. eine Dämmplatte, die auch aus mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien bestehen kann. Der sog. U-Wert wird in Einheit W/(m²K).
Mittels der Wärmebildkamera wird von einem Fachmann, wie einem Energieberater, bei der Thermografie dann das Gebäude genaustens untersucht. Dabei werden Schwachstellen in der Wärmedämmung sichtbar gemacht. Diese Kältebrücken sorgen neben dem unnötigen Verlust von Wärmenergie auch dafür, dass Feuchtigkeitsschäden in Gebäuden entstehen können. Das führt dann unter Umstanden zur Schimmelbildung in den Räumen. Dies kann auch an Schornsteinen auftreten. Sind z.b. die Anschlüsse zu Schornsteinen nicht mehr zu 100 % dicht kann Wasser in den Schornstein eintreten und zu der Versottung des Schornsteins führen. Die Versottung kann aber auch durch Probleme innerhalb des Schornsteinzugs entstehen. Das kann dann jeder Bewohner schnell feststellen, da sich dann an den Wänden braune Flecken bilden. Ist das soweit sollte schnellstens mittels einer Wärmebildkamera und auch unter Hilfenahme von Feuchtigkeitsgeräten untersucht werden und dann Gegenmassnahmen ergriffen werden. Versottete Schornsteine sehen nicht nur unschön aus, es kann auch zu gesundheitlicher Beeinträchtigung der Bewohner führen.
Kommentar

Ausführliche Information zum Thema Thermografie finden sich auf unserer Website. Schaut doch mal rein.
Beste Grüße / Thomas