Was ist eigentlich ein Energiewald?
11. Februar 2012 von hempstar
Energiewälder sind relativ bekannte, aber erst in letzter Zeit vermehrt genutzte, Verfahren zur Versorgung der Menschen mit Holz. Ein Energiewald ist eine sogenannte Kurzumtriebsplantage.
Auf speziellen land- oder forstwirtschaftlichen Flächen werden hierbei schnell wachsende Bäume gepflanzt, häufig handelt es sich dabei um Pappeln oder um Weiden. Sie haben lediglich eine Umtriebszeit von 3 bis 10 Jahren. Durch den rasanten Wachstum der Bäume können sie schneller geerntet und verarbeitet werden, als herkömmliche Eichen oder Buchen. Sie brauchen auch nur wenig Licht und sind auch sonst im Vergleich zu anderen Arten sehr pflegeleicht. Außerdem bieten sie den Vorteil, dass sie auch nach der Ernte wieder austreiben und so die gleichen Bäume für etwa 3 bis 4 Ernten wiederverwendet werden können.
Doch auch innerhalb der Gattung Pappel oder Weide gibt es noch viele verschiedene Sorten, die gründlich ausgewählt werden müssen, um etwaige Resistenzen, Produktionseigenschaften oder Besonderheiten zu nutzen, bzw. auch zu vermeiden.
Energiewälder sind nachwachsende Rohstoffe, die fast ausschließlich zur Energieerzeugung angepflanzt werden. In diesem Gebiet wird auch weiter geforscht, um Abläufe zu optimieren und die Umtriebszeiten weiter zu verkürzen. Besondere Nachfrage gibt es für diese Art der Energiegewinnung vor allem ob der stark gestiegenen und weiter ansteigenden Kosten für fossile Brennstoffe. Die durch Energiewälder produzierten Holzhackschnitzel finden einen immer größeren Absatzmarkt, gerade in Deutschland.
Die Felder sind schon heute sehr ertragreich, so sind Ernten von 10 Tonnen Material pro Jahr und Hektar möglich. Wenn die Bedingungen absolut optimiert sind, ist sogar heute schon die doppelte Menge möglich.
Stichworte: Energiewald
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